Ausgezeichnetes Tierwohl

Um ein ausgezeichnetes Tierwohl gewährleisten zu können, setzen wir in den teilnehmenden Betrieben ein neues Punkte-System ein, das das Wohlbefinden der Tiere umfangreich bewertet:Den Tiergerechtigkeitsindex (TGI)

So sieht die Bewertungsmatrix zur Ermittlung des Tiergerechtheitsindex aus:

Einfluss­bereiche a b c d e f g TOTAL
I. Beweg­ungs­möglich­keit Laufstall­system Anbinde­haltung Auslauf
Tage / Jahr
Weide
Tage / Jahr
   
Gesamt­bew. Fläche Abliegen
Aufstehen
Stand­maße Spiel der Anbin­dung    
               
II. Sozial­kontakt Gesamt­bew. Fläche Herden-Struktur Nachzucht Auslauf
Tage / Jahr
Weide
Tage / Jahr
     
     
               
III. Boden­beschaf­fen­heit Liege­fläche Aktivitäts­bereich Auslauf
Tage / Jahr
Weide
Tage / Jahr
   
Weichheit Sauber­keit Rutsch-Sicherheit    
               
IV. Licht und Luft Licht Luft­qualität im Stall Zugluft im Liege­bereich Lärm Auslauf
Tage / Jahr
Auslauf
Std / Tag
   
   
               
V. Betreu­ungs­inten­si­tät Sauber­keit im Stall Zustand der Stallein­richtung Zustand der Haut Sauber­keit der Tiere Zustand der Klauen Techno-pathien Tier­gesund­heit  
 
               

Quelle: Tiergerechtheitsindex für Rinder www.raumberg-gumpenstein.at

So sieht die Bewert­ungs­matrix zur Ermittlung des Tier­gerecht­heits­index aus:

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Was bedeutet für uns ein ausgezeichnetes Tierwohl?

Jeder Betrieb wurde vor Einführung der Milch von der Molkerei bewertet und erhielt eine TGI-Punktzahl zwischen 9 und 45 (laut vordefinierter Skala). Um sich als produzierender Betrieb für die "Verbraucher-Milch" zu qualifizieren, müssen alle Betriebe eine Mindestpunktzahl von 28 Punkten erreichen.

Hier findest Du weitere Erklärungen zu den fünf Einflussfaktoren, die für das Tierwohl von Milchkühen wichtig sind:

1. Die Bewegungs­möglichkeit der Tiere

Hierfür bewerten wir u.a. die verfügbare Fläche pro Tier im Stall, den Zugang zu Auslaufflächen oder zur Weide etc.

Durch das Gewähren von Freigeländezugang wird ein wichtiger Beitrag zur Konditionierung des Bewegungsapparates und zum Aufbau von Muskelmasse gewährleistet. Dadurch sind die Tiere in der Lage, Aufsteh- und Abliegevorgänge zügiger und in einem flüssigen Bewegungsablauf durchzuführen, während schlechter konditionierte Tiere häufiger Probleme beim Aufstehen und Abliegen haben. Auch auf die soziale Struktur in der Herde wirken sich Auslauf und Weide positiv aus. Ausreichende tägliche Bewegung in frischer Luft beansprucht und trainiert des Weiteren das Herz-Kreislauf-System und die Atmung und stärkt die körpereigene Abwehr gegen Infektionskrankheiten.

2. Die Sozialkontakte

Hier werden Herdenstruktur, Nachzucht, Dauer des Auslaufs bzw. des Weidegangs etc. bewertet.

3. Die Boden­beschaffen­heit im Stall

Die Liegefläche soll weich, sauber und trittsicher sein. Am höchsten wird hier eine gut gepflegte und regelmäßig gereinigte, dicke Strohdecke bewertet.

4. Das Stallklima mit Licht, Luft und Lärm

Hier wird besonders auf einen ausreichenden Luftwechsel bei gleichzeitiger Vermeidung von Zugluft geachtet. Große Fensterflächen und viel Tageslicht sind ebenfalls wichtige Kriterien.

5. Die Betreuungs­qualität und -intensität

Dieser Einflussbereich spiegelt die "Betreuungsintensität" der Herde durch den Tierhalter wider. Er umfasst die Kriterien Sauberkeit der Futter- und Tränkeeeinrichtungen, technischer Zustand der Stalleinrichtungen, Zustand der Haut und des Haarkleides, Sauberkeit der Tiere, Zustand der Klauen und Tiergesundheit.